Introduction to advantages and problems of shaken cultures
J. Büchs, Biochemical Engineering Journal (2001), Vol. 7, No. 2, pp 91-98
Durch ihre Einfachheit werden geschüttelte Bioreaktoren oft unterschätzt und unter allgemeinen „Standard“-Einstellungen betrieben, ohne dass sich die Anwender über die grundlegenden physikalischen Phänomene und herrschenden Kultivierungsbedingungen im Klaren sind.
Diese Publikation weckt anhand anschaulicher Beispiele das Interesse für die Vor- und Nachteile geschüttelter Kulturen und vor allem für die Notwendigkeit einer genauen Kenntnis der Gegebenheiten, insbesondere der Sauerstofftransferrate.
Experimente in geschüttelten Bioreaktoren sind laut Autor wenig aussagekräftig, wenn eine mangelnde Versorgung der Kultur mit Sauerstoff die Effekte anderer Parameter maskiert. Die Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Medienzusammensetzungen auf die Zellen oder die Suche nach neuen Metaboliten wird so erschwert.
Es wird gezeigt, wie ein kurzes Anhalten des Schüttlers zwecks Probennahme die Atmungsrate der Kultur signifikant verringert und die Stoffwechselaktivität nachhaltig beeinflussen kann. "Dr. Shaker" gibt Ihnen in dieser Ausgabe eine Tipp zur Umgehung dieses Problems.
Weiterhin wird dargestellt, wie unterschiedliche Konzentrationen von Inhaltstoffen die Sauerstofftransferrate im Schüttelkolben beeinflussen und wie durch die Kenntnis dieses Phänomens eine Fehlinterpretation experimenteller Daten verhindert werden kann .